Liebe Katharina, stell dich bitte einmal unserer Community vor :)
Mein Name ist Katharina Larcher und ich bin Gründerin einer Fashion Production Agency LARCHER CONSULTING und lebe in der Nähe von Innsbruck. Mit meiner 360 Grad Expertise und Spezialisierung in der Mode- und Lifestylebranche berate und unterstütze ich gemeinsam mit meinem Team Brands bei der Umsetzung neuer verantwortungsvoller Kollektionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Angefangen von der Idee bis zum fertigen Textil. Ich liebe es außerdem andere bei deren Selbständigkeit zu empowern, habe ein Faible für schöne Dinge, ästhetisches Interieur und ich liebe es

zu Reisen, um neue Inspirationen zu sammeln.


Was hat dich dazu bewegt, deine beruflichen und persönlichen Ziele neu zu definieren und dich auf nachhaltige Mode zu konzentrieren?

Ein maßgeblicher Grund für meine Selbständigkeit vor über drei Jahren (wow) war der Widerstand gegen die Strukturen der Fast-Fashion-Industrie. In welcher ein hoher Preisdruck herrscht, der die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern bestimmt und faire, soziale Standards oft nicht ausreichend berücksichtigt werden. So definierte ich meine persönlichen und beruflichen Ziele neu. In den vergangenen Jahren habe ich ein internationales Textilnetzwerk aufgebaut, das sich inzwischen auf Produktionsstätten mit kurzen Lieferwegen in Europa konzentriert. Ich lege großen Wert auf hochwertige und langlebige Produkte, die aus nachhaltigen Materialien hergestellt werden, sowie auf transparente Produktionsprozesse.


Was sind die größten Herausforderungen für junge Marken, die Nachhaltigkeit in ihre Produktion integrieren möchten, und wie können sie diese bewältigen?

Ein große Challenge sind definitiv die Abnahmemengen für neue Produkte, das Sourcing von nachhaltigen Materialien und das Finden von vertrauenswürdigen Produzenten, die einen ernst nehmen. Je geringer die Stückzahl und je nachhaltiger das Produkt, desto teurer und komplizierter ist die Herstellung. Auch wenn man auf bestimmte Zertifikate für die Sicherstellung sozialer Arbeitsbedingungen besteht, bedeutet dies meist einen Aufpreis. Und dann möchte man die Produkte zu einem vernünftigen Verkaufspreis anzubieten, den die Kunden bereit sind zu bezahlen. Das stellt sehr oft eine große Herausforderung dar. Ich versuche als Ambassador für Tirol der Fashion Revolution Austria Awareness zu schaffen, dass nachhaltig hergestellte Produkte in kleineren Mengen einen höheren Preis haben, als herkömmliche Fast Fashion Brands. Wir versuchen für jeden Kunden individuelle Lösungen zu finden mit dem ganz klaren Fokus auf Transparenz, Nachhaltigkeit und Commitment – denn nur gemeinsam können wir etwas ändern.

INTERVIEW MIT KATHARINA LARCHER

Welches nachhaltige Modelabel begeistert dich derzeit am meisten und warum?

Es gibt so viele tolle nachhaltige Labels, schwer sich für eines zu entscheiden. Ein Vorreiter für Transparenz war und ist definitiv das Label dariadeh aus Wien, gegründet von der Aktivistin Madeleine Darya Alizadeh, das Label versucht so ethisch und ökologisch wie möglich zu handeln.


Welche It-Bag leihst du gerade?
Ich habe das Abo noch gar nicht lange, finde das Konzept jedoch super. Ich habe aktuell die Prada Cleo und liebe sie!!!

Welche 3 Dinge hast du immer in deiner Tasche dabei?

Geldbörse, Labello und Sonnenbrille. 









Hallo liebe Juliana, stell dich bitte unserer Community vor :)

Ich bin Juliana Holtzheimer, Co-Gründerin und Co-Geschäftsführerin der Sustainable Fashion Brand JAN 'N JUNE. Ganz grün hinter den Ohren und frisch aus der Uni haben meine Mitgründerin Anna und ich das Unternehmen 2014 gegründet, um endlich eine echte, modische, aber nicht absurd teure Alternative zur Fast Fashion zu bieten. „Das kann doch nicht so schwer sein…“ ...haben wir uns anfangs gedacht.


Mit JAN 'N JUNE schafft ihr den Spagat zwischen erschwinglicher Mode und Nachhaltigkeit - Was war bis jetzt eure größte Herausforderung und größtes Learning seit der Gründung?

Oh, da gibt es viele und ich könnte lange aus dem Nähkästchen plaudern. Wir haben uns im ersten Gründungsjahr bewusst gegen Investor:innen entschieden und jeden Cent, den wir gemacht haben, reinvestiert. Das war nicht nur finanziell super herausfordernd und hat uns nicht gerade schnelles Wachstum beschert, aber auf lange Sicht, 10 Jahre später, war es das Beste, was wir tun konnten. Weder redet uns jemand rein - besonders wichtig in aktuellen Zeiten, wo Rohstoffpreise und Lieferketten extrem teuer geworden sind, wir aber auf „unsere Kosten“ den hohen nachhaltigen und fairen Standard halten können, noch bei der Art, wie wir unsere Firma grundsätzlich führen wollen.


Gibt es einen all-time JAN 'N JUNE Bestseller?

Ganz eindeutig die schwarze, weite MARLENE Hose aus einem neoprenähnlichen Stoff, der u.a. aus recyceltem Meeresmüll und Geisternetzen hergestellt wird. 



Was sind eure nächsten Ziele mit JAN 'N JUNE?

Erstmal zelebrieren wir im August unser 10-jähriges Bestehen. Gerade die letzten Jahre waren ja geprägt von Krisen und wir mussten viel auf Sicht fahren. Wir sind sehr stolz, dass wir noch hier sind, weiter wachsen dürfen und Fast Fashion weiter den Kampf ansagen. Es mag vielleicht so wirken, als wäre die nachhaltige Mode arg am wachsen, weil das Thema so präsent ist. Aber faktisch ist es immer noch eine Nische. Und dann gibt es ja sogar mittlerweile Ultra Fast Fashion…

Ansonsten liebäugeln wir auch mit einem eigenen stationären Store. Let’s see!

 

3 Pieces die zu deinen absoluten Essentials im Kleiderschrank gehören?

Ein weißes, lockeres Hemd, eine weite schwarze Hose und gerippte Organic Cotton Tanktops.

 

Welche FOBE Tasche leihst du aktuell und was darf in deiner Bag nie fehlen?

Aktuell habe ich die Miu Miu Wander in large. Mein all time favorite ist aber die Prada Cleo. Was man immer bei mir findet außer der üblichen Verdächtigen? Sonnenbrille, knalliger Lippenstift, Häkelkram und seit kurzem auch eine Packung Hundeleckerlies.





INTERVIEW MIT CHARLOTTE ADAM
Welches ist deine aktuelle Lieblings Bag?

Gerade habe ich die Balenciaga Hourglass in dunkelgrün - passt super gerade zu der festlichen Saison. Mein long time Favorit ist die Puzzle Hobo von Loewe in allen Farben - das Leder ist so butterweich. 


Welche 3 Dinge hast du immer in der Handtasche dabei?
Lippenpflege, mein iPhone, Handcreme 


Liebe Charlotte, stell dich bitte einmal unserer Community vor!
Mein Name ist Charlotte Adam, ich bin 34 Jahre alt und lebe seit 12 Jahren in Berlin. Nach über einer Dekade im Marketing habe ich vor einem Jahr den Schritt gewagt, meinen langjährigen Job als Managerin des Blogazines Journelles zu kündigen und mich mit meiner Malerei selbständig zu machen.


Wie bist du von der Mode zur Malerei gekommen?
Ich stamme aus einer sehr kreativen Familie - meine Eltern sind beide Designer. Seitdem ich denken kann, habe ich einen Stift oder Pinsel in der Hand und kann mir ein Leben ohne dieses Kommunikationstool nicht vorstellen. Während der Pandemie habe ich eine Serie mit Stilleben begonnen. Die Bilder zeigten Gegenstände, die mir Freude bereitet haben, aber auch meine Sehnsüchte beschrieben: Bestelltes Essen, opulente Blumensträuße, Glückskekse, Bücher, Torten, Eisbecher, Liebesbriefe, etc. Eines der Bilder zierte auch grüne Bottega, die ich bei Fobe geliehen hatte, aber aufgrund des Lockdowns keine Möglichkeit hatte, sie auszuführen. :) 

Eine gute Freundin bot mir ihr Studio als Ausstellungsfläche an und mit diesem Ereignis vor knapp zwei Jahren wuchs der Mut in mir, mein Leben als Künstlerin zu gestalten. Das war der Anfang von meinem kleinen Traum. 


Was inspiriert deine Kunstwerke? 
Meine Arbeit ist sehr emotional und inspiriert von persönlichen Erfahrungen, meinem Platz in der Gesellschaft, Objekten aus der Popkultur und den Einflüssen von Mode, Interior und Design. Manchmal verarbeite ich in meinen Bildern einen kritischen Dialog mit gängiger Ästhetik und gesellschaftlichen Ideologien, sehr häufig aber darf man meine Arbeiten mit Ironie betrachten und Spaß mit ihr haben. 


Wie schaffst du Raum für Kreativität?
Um kreativ zu sein, muss ich die Möglichkeit haben, mich zurückzuziehen. Am liebsten bin ich dann in meiner Wohnung, mache meine Lieblingsmusik an, singe laut mit und zünde eine Kerze an.